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Ab sofort Karten für Benefizabend

„Das wird eine tolle Veranstaltung, ein ganz besonderer Abend mit viel Lokalkolorit“, verspricht Joachim Spitz, Chef der Pro Kids-Stiftung, die am Freitag, 16. März, im Theater am Ring einen großen Benefiz-Abend mit Krimi, Comedy und guter Musik präsentiert. Karten sind ab sofort auch im freien Verkauf erhältlich. Der Reinerlös fließt in Maßnahmen der Kinder- und Familienhilfe der Stiftung.

Jürgen Müller, Stiftungsrat der ProKids-Stiftung, ist mit dem Programm der Veranstaltung, die um 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) uHR9 beginnt, sehr zufrieden: ProKids präsentiert mit den VS-Krimiautoren Alex Rieckhoff und Stefan Ummenhofer (Bild links), wie immer begleitet von den stadtbekannten Dörr-Brüdern, ein echtes Schmankerl. Danach setzt die Villinger Kumedie mit Thomas Moser und Frank Blom humoristisch noch einen obendrauf. Damit aber nicht genug: Für den guten Ton sorgen die Band „WG and Friends“ und in der Pause die „Rentnerbänd“ – das ist eine kleine Sensation, da die kultige Villinger Fasnetgruppe sonst nie außerhalb der fünften Jahreszeit auftritt. Für die ProKids-Stiftung allerdings macht man eine Ausnahme. Alex Rieckhoff, der Villinger, und Stefan Ummenhofer, der Schwenninger, haben nicht nur in der Doppelstadt viele Fans. Über einen längeren Zeitraum haben sie jährlich einen VS-Krimi geschrieben und befinden sich aktuell in einer kleinen schöpferischen Pause. Grund genug für ihre Fans, sich auf den Auftritt der Autoren bei der ProKids-Stiftung besonders zu freuen. „Wir lesen aus unseren beiden neusten Büchern“, kündigt Stefan Ummenhofer an. Das sind die Titel „Schwarzwaldstrand“ und „Schwarzwaldrauch“, und wie – beim Autorenduo üblich – steht dabei der Hobby-Ermittler Hubertus Hummel im Vordergrund. Für den musikalischen Rahmen der humoristischen Lesung sorgen die singenden Brüder Eric und Carsten Dörr, Ikonen der Villinger Fasnet. Mit den Krimiautoren bilden die beiden längst ein eingespieltes Team. Dasselbe lässt sich über die Villinger Kumedie sagen, das urkomische Comedy-Duo, bestehend aus Thomas Moser und Frank Blom. Im Theater am Ring haben die beiden ein Heimspiel vor großer Kulisse. Moser und Blom ergänzen sich prima. Der eine, Moser, spielt seine Soloparts so, wie man ihn kennt: „Ich könnt` mich scho wieder uffrege . . .“. Er tobt und teilt aus, er lästert. Der andere, Blom, blödelt und parodiert wie ein Weltmeister.

Karten für den großen Benefizabend gibt es bei der Tourist-Info & Ticket-Service im Franziskaner Kulturzentrum, Villingen und im Bahnhof Schwenningen und bei allen Vorverkaufstellen im Verbund „Kulturticket Schwarzwald-Baar-Heuberg“. Wer eine Karte haben will, sollte sich sputen, da ein Großteil der Plätze bereits durch Firmen, die die Stiftung unterstützen, vorreserviert ist.

Viertes Kind in der Babyklappe

Das war eine gute Nachricht: Noch kurz vor dem Jahreswechsel und damit zum zweiten Mal im Jahr 2017 wurde in der ProKids-Babyklappe im Schwenninger Franziskusheims ein Säugling abgegeben. Das kleine Mädchen ist das vierte Neugeborene, dessen Leben auf diese Weise gerettet werden konnte. "Ich bin extrem glücklich", sagt ProKids-Stiftungsratsvorsitzender Joachim Spitz, der die Babyklappe initiiert und deren Einbau organisiert hat. Das Mädchen, das nun in der Klappe lag, kam routinemäßig ins Krankenhaus, wo es untersucht wurde. Grund zur Besorgnis besteht aber nicht: Das Baby ist kerngesund. Mittlerweile ist es wie die anderen Kinder, die zuvor in die Babyklappe gelegt wurden, in einer Pflegefamilie gekommen.

Die Pflegeeltern verfügen über eine entsprechende Qualifikation und springen bei Notfällen ein. Bei ihnen bleibt das Kind solange, bis alle rechtlichen Sachen geklärt sind, mitunter die Identität. Ebenso prüft man, ob das Kind zur Adoption freigegeben wird. Vielleicht meldet sich in der Zwischenzeit aber auch tatsächlich die Mutter. Joachim Spitz hofft stets darauf, denn falls sich die leibliche Mutter eines Besseren besinnen würde, kann sie ihr Kind zurückerhalten. Ist das nicht der Fall, kann auch das kleine Mädchen in einer Adoptivfamilie aufwachsen.

Kinderwünsche werden erfüllt

Kinder haben viele Wünsche – gerade, wenn es auf Weihnachten zugeht. Doch selbst kleine Wünsche sind für manchen Geldbeutel zu groß. Deshalb hat die Schwenninger ProKids-Stiftung in diesem Jahr bereits zum neunten Mal ihre Weihnachtswunschaktion organisiert, bei der Menschen die kleinen Wünsche von Kindern aus sozial bedürftigen Familien erfüllen können. Das Prinzip ist einfach: Jedes Kind darf seinen Wunsch – ein Spielzeug, das nicht mehr als 20 Euro kosten soll – auf eine nummerierte Wunschkarte malen. Diese Karten wird mit der vieler anderer Kinder in der Vorweihnachtszeit an mehreren Wunschbäumen ausgehängt. Seit gestern steht einer dieser Wunschbäume in der Schalterhalle der Volksbank Schwarzwald Donau Neckar in der Bärenstraße. Daran baumeln 50 Wunschkarten von Kindern aus Familien, die von der Diakonie betreut werden. ProKids arbeitet hier eng mit kirchlichen Institution wie eben Diakonie oder auch Caritas zusammen, die ebenso wie die Stiftung Familien betreuen, die bedürftig sind und nicht viel oder kein Geld für Weihnachtsgeschenke übrig haben. So gibt es noch mehrere andere Wunschbäume in Stadt und Region, denn wie viele Projekte der Stiftung hat sich die Weihnachtswunschaktion dynamisch entwickelt. Begonnen haben Joachim Spitz und seine Mitstreiter im kleinen Rahmen; zunächst war es darum gegangen, Kindern der im ProKids-Treff im Spektrum betreuten Familien bei der Weihnachtsfeier dort ein Geschenk übergeben zu können. Dafür hatte die Stiftung Sponsoren gesucht. Daraus entstand das Modell der Wunschbäume, wie sie schon von Anfang an in der Volksbank aufgestellt werden. „Ich finde das eine prima Sache, wir unterstützen das gerne“, sagt Jürgen Findeklee, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Schwarzwald Donau Neckar. Nicht nur Kunden der Bank übernehmen einzelne Geschenke, sondern auch Mitarbeiter.

„Die Leute können die Wunschgeschenke selber kaufen und bei uns abgeben“, sagt Joachim Spitz, „sie können alternativ aber auch das Geschenk bezahlen, das wir dann besorgen.“ Das bringt es mit sich, dass Joachim Spitz augenblicklich im Weihnachtsstress ist, denn in diesem Jahr sind über 360 Kinder an der Aktion beteiligt. Das erfordert viel Koordination. Extrem freut sich Spitz hier über das begeisterte Enagegement von Studierenden der Dualen Hochschule, wo die Geschenkpatenschaften extrem gefragt sind. Im vergangenen Jahr noch nahmen die jungen Leute ProKids 60 Geschenkkarten ab, in diesem Jahr ist es bereits die doppelte Anzahl.

Fight for your Life im City Rondell

Auf der zweiten Ebene des City Rondells wird schon eifrig gewerkelt. Fleißige Helfer des Boxing VS und der ProKids-Stiftung haben dort einen Boxring aufgebaut. Gibt es am bevorstehenden verkaufsoffenen Sonntag etwa einen Boxkampf? Keineswegs. Die Organisatoren wollen dort den vielen Einkaufsbummlern ihr integratives Boxprojekt „Fight for your life“ demonstrieren. Centermanager Rudolf Haselbach steht voll dahinter.

Das ist zweifellos das Sozialprojekt, das in der Stadt in letzter Zeit die meisten Schlagzeilen gemacht hat. Es geht darum, jungen Leuten aus sozial benachteiligten Familien, vielen von ihnen mit Migrationshintergrund, durch tägliches Boxtraining beizubringen, dass Fleiß, Disziplin und ein fester Wille den Schlüssel zum Erfolg im Leben bieten. „Fight for your life“ ist eine Initiative von Oliver Vlcek, dem ehemaligen Box-Bundestrainer und Ehrenvorsitzenden von Boxing VS und läuft nun unter dem Dach der ProKids-Stiftung. Der Stiftung ist es zu verdanken, dass es mit „Fight for your life“ weiter gegangen ist, nachdem die Stadt das Projekt im Sommer finanziell hat fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Nachdem eine Landesförderung ausgelaufen war, hat Vlcek neue Förderer benötigt. Im Gemeinderat allerdings signalisierte eine Mehrheit, dass sie einen Zuschuss zur Finanzierung verweigern werde. Oberbürgermeister Dr. Kubon nahm den Punkt daraufhin von der Tagesordnung. „Fight for your life“ hatte eine existenzielle Finanzierungslücke und stand unmittelbar vor dem Aus, obwohl der Landkreis fest hinter dem Konzept stand und sich auch Projektpate Thorsten Frei für ein Umdenken einsetzte. Doch auch der einflussreiche Bundestagsabgeordnete, gleichsam Schirmherr der ProKids-Stiftung, konnte auf politischer Ebene nicht reüssieren.

Allerdings rettete er „Fight for your life“ mit Hilfe der ProKids-Stiftung, die schon vor Jahren Oliver Vlcek bei der Gründung unterstützt hatte. Auch nun war auf den Stiftungsratsvorsitzenden Joachim Spitz und dessen Mitstreiter Verlass – sie sprangen an Stelle der Stadt ein und überbrückten die größte Finanzierungslücke, sodass das edukative Boxtraining weiter gehen konnte.

Drittes Leben gerettet

Wieder hat die Babyklappe der ProKids-Stiftung ein Leben gerettet. Nach Franz und Franziska, den ersten beiden Babys, wurde nun ein weiteres Neugeborenes der Klappe übergeben. Am Sonntag wurde um 16.22 Uhr ein Säugling in der ProKids-Babyklappe im Franziskusheim in Schwenningen abgelegt. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Mutter sich meldet. Der Junge ist unversehrt und gesund“, das war die erste gute Meldung nachdem das Baby im Schwarzwald-Baar-Klinikum von Dr. Matthias Henschen in Augenschein genommen wurde. Der Junge ist 4430 Gramm schwer und 55 Zentimeter groß. Man geht davon aus, dass es die Mutter selbst war, die sich aber in großer Not befunden hatte. Besonders sei, dass die Mutter einen Zettel mit Angaben zum Kind hinterlassen habe, so Joachim Spitz, der Gründer und Stiftungsratsvorsitzende der ProKids-Stiftung.